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Datenschutz EU

8. Europäischer Datenschutztag: Datenschutz geht jeden an!

Europaweit sollen Bürger und Unternehmen für den Datenschutz sensibilisiert werden.

Am 28. Januar 2014 findet der diesjährige Europäische Datenschutztag statt. Experten diskutieren auf vielen Veranstaltungen aktuelle Themen wie Big Data und NSA-Überwachung. Für Unternehmen ist der Tag ein guter Anlass, sich mit dem Schutz der Daten ihrer Kunden und Geschäftspartner zu befassen und ihre Mitarbeiter für den Datenschutz zu sensibilisieren.

Der Europäische Datenschutztag ist ein auf Initiative des Europarats ins Leben gerufener Aktionstag für den Datenschutz. Ziel ist es, die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren. Der NSA-Überwachungsskandal und immer wieder neue Datenskandale wie der gerade vom BSI veröffentlichte Diebstahl von 16 Millionen Benutzerkonten machen die Internetnutzer hellhörig. Aber Datenpannen sind auch deshalb weiterhin an der Tagesordnung, weil grundsätzliche Schutzmaßnahmen nicht eingehalten werden. Hacker haben oft zu leichtes Spiel mit ungeschützten Rechnern und simplen Passwörtern. Zudem gehen viele Anwender im Internet oft leichtfertig mit ihren persönlichen Daten um.   

Erst kürzlich haben Experten wieder darauf hingewiesen, dass Cyberspionage zwar nicht unterschätzt werden darf, die größeren Gefahren aber in den Unternehmen selbst lauern. Es muss nicht gleich Spionage oder Datenklau durch frustrierte Mitarbeiter sein, wenn Daten in Unternehmen abhanden kommen. Es genügt, wenn Mitarbeiter zu sorglos mit dem Firmen-Notebook umgehen oder ihr privates Smartphone oder Tablet im Job nutzen und dabei nicht die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen beachten. Die Nutzung von privaten Mobilgeräten am Arbeitsplatz (BYOD) sollte deshalb unbedingt rechtlich abgesichert werden.  

Datenverluste drohen aber auch am Arbeitsplatz selbst: PC-Arbeitsplätze werden bei Abwesenheit nicht gesperrt, sensible Dokumente bleiben achtlos auf Kopierern liegen oder landen ungeschreddert im Papierkorb. Dabei genügen schon einfache Maßnahmen und Aufklärung, um für mehr Datenschutz am Arbeitsplatz sorgen.

Kundendaten -  die digitale Währung

Kundendaten sind ein wertvolles und sensibles Gut:  Ob Newsletter, Social Media oder die eigene Website – Unternehmen, die die neuen digitalen Kommunikationskanäle nutzen, dürfen das Thema Datenschutz keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Wer nicht sorgsam mit den persönlichen Daten seiner Kunden, Mandanten oder Geschäftspartner umgeht, riskiert nicht nur Abmahnungen oder Bußgelder. Es drohen auch Image- und Vertrauensverlust.

Ausführliche Hinweise, was bei der Werbung erlaubt ist und was nicht, bieten die Datenschutzexperten des „Düsseldorfer Kreises“.

Schwerpunktthema beim diesjährigen Datenschutztag: Big Data – Zukunft mit Potenzial

Täglich produzieren wir Unmengen an Daten und hinterlassen digitale Spuren im Internet. Ein Schwerpunktthema vieler Fachveranstaltungen des diesjährigen Datenschutztags ist daher das Thema Big Data. Unter "Big Data" wird nicht nur ein IT-Trend verstanden, sondern eine grundlegende Verlagerung der Schwergewichte in der Datenverarbeitung. Praktisch in Echtzeit werden riesige und heterogene Datenmengen verarbeitet und ausgewertet. Der Einsatz von Big-Data-Anwendungen kann Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringen. Allerdings ist Big Data eine echte datenschutzrechtliche Herausforderung. Datenschutzexperte Thilo Weichert hält die Probleme aber für beherrschbar.

Die geplante EU-Datenschutzverordnung

Keine Frage, Europa braucht einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Datenschutz, um den heutigen digitalen Anforderungen besser gerecht zu werden. Längst bleibt die bisherige Gesetzgebung hinter den tatsächlichen Anforderungen im Zeitalter von Cloud Computing, Big Data und Social Media zurück. Deshalb hat auch der diesjährige Europäische Datenschutztag die Reformpläne wieder fest im Blick.

Unternehmen brauchen klare Datenschutzregeln, die auch internationalen Anforderungen gerecht werden. Was sich für Unternehmen nach der Umsetzung der Reform ändern soll, lesen Sie in unserem Top-Thema EU-Datenschutzverordnung.

Nachruf: Prof. Dr. Karlheinz Küting

Nachruf: Die EMAA trauert gemeinsam mit dem BVBC um Prof. Dr. Karlheinz Küting - Er wurde wegen seiner  brillanten fachlichen Kenntnissen und Thesen in der Betriebswirtschaft und Bilanzierung von allen geschätzt

 

Am 07. Januar 2014 ist unser Fachautor und international renommierter Seminardozent  Prof. Dr. Karlheinz Küting in Recklinghausen, kurz nach seinem 70. Geburtstag, verstorben. Die Nachricht von seinem Tod hat uns alle zutiefst berührt.

Der Verstorbene war dem Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller, BVBC in über 25 Jahren durch seine Fachvorträge zur Bilanzierung immer eng verbunden. Auch in unserer BVBC-Fachzeitschrift „Bilanzbuchhalter und Controller“ war er stets ein hoch angesehener Fachautor mit seinen fundierten Fachbeiträgen.

Besonders gerne nahm Prof. Küting die Gelegenheit wahr, auf den immer gut besuchten BVBC-Kongressen, absolut aktuelle Themen und Thesen zur nationalen und internationalen Bilanzierung dem Fachpublikum nahe zu bringen.

In 2011 hat die Fachjury der BVBC-Stiftung den Controlling-Ehrenpreis an Prof. Dr. Küting u.a. für den Beitrag: „Notwendigkeit eines Cash- und Liquiditätsmanagements - Integriertes Cash- und Liquiditätsmanagement für den Mittelstand zur erfolgreichen Steuerung der Unternehmensliquidität zur Krisenprävention bzw. -bewältigung -„ verliehen.
Prof. Küting war in den vielen Jahren ein treuer Wegbegleiter des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller ist. Viele Kontakte wurden durch und über ihn geknüpft, die heute noch intensiv gepflegt und gelebt werden.

Wir danken dem Verstorbenen für die langjährige Treue und Verbundenheit zu unserem Verband und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Im Namen des gesamten Präsidiums mit allen  Mitgliedern verabschieden wir uns von Prof. Dr. Karlheinz Küting.

Wir trauern gemeisam mit seiner Frau und den Kindern.

 

Member of the Month - December 2013

This month’s member of the Month goes to Kim Aiken FICB, who is Gloucestershire Branch Chair and Regional Chair for the South West region. We caught up with Kim to find out about why she chose bookkeeping and all things ICB.

What motivated you to become a Bookkeeper?

I have always had a head for business; I studied Business Administration as my undergraduate degree, and I always knew I wanted to run my own business. My whole family is self-employed so its second nature to me.

The decision to train as a bookkeeper was one of happenstance. I was at a juncture in my life, wondering what to do professionally, and what route to take, when a leaflet dropped through the letterbox. It was a circular mail from a distance learning provider, offering courses in bookkeeping. I had been working in accounts departments of a few companies since graduation, and had already gained my Intermediate Level AAT qualification, but had decided that accountancy practice was not the route I wanted to take. I enjoyed the challenge of getting things to balance and making sense out of chaos and bookkeeping seemed to encompass all the elements of my previous experience that I enjoyed, and so I gave them a call. They registered me as a student of the Institute of Certified Bookkeepers and the rest as they say is history...

How long have you been practising?

That leaflet dropped through my door in 2003, I trained and qualified very swiftly, going through the stages AICB, MICB and then the big one - FICB. I also gained payroll and self-assessment qualifications to make sure I was qualified to do anything that is thrown at me! I have been practising as KW Bookkeeping for over 9 years now. In that time I have built up a substantial client list, ranging from landscape gardening to executive coaching, jewellery manufacture to garage door suppliers!

You are one of the founders of the ICB Branch Network, as well as a current regional and branch chair. What are the visions for your branch and hopes for the whole branch network?

I knew quite soon after joining the ICB that I would like to be more involved so when the opportunity came up to start a branch in Gloucestershire I was really happy to get stuck in, despite not being the best speaker, and actually being quite shy! I have been the Gloucestershire Branch Chair since its inception and it has been running for quite some time now – many years in fact, and as such we have established a good pattern to meetings.

My vision for my branch is to continue creating an atmosphere where everyone feels comfortable. Above all else I want the meetings to be somewhere for bookkeepers to go and gain something positive each and every time they come and for it to be a place to watch people grow in confidence.

The meetings provide something, which to me, is absolutely crucial in this industry - support. For those members studying or just starting out its somewhere to go and feel as if you are not on your own and that there is a network of friendly faces you can go to ask that question that has bugging you for a while. There is a wealth of experience to draw upon at the meetings and I can't encourage anyone enough to go along to their local branch meeting, you won't regret it!

I'm really proud of my region and I hope to get out there and build it up more over the months to come.

What would be your advice for someone who is looking to go into practice?

Think carefully about it – don’t go into it with your eyes shut, or with rose-tinted glasses. Running your own practice is hard work. That said it can also be one of the most rewarding things you will ever do. Growing a client list, building relationships, and becoming that trusted point of contact for your clients gives you a wonderful sense of accomplishment, and knowing that you are fully trained and able to deal with whatever they may throw at you is a great place to be.

I have been practising for over 9 years, and although there have been times when I look at friends in employed roles, and envy their security, and their ability to ‘switch-off’ when they leave the office at 5pm every-day, they don’t benefit from the same flexibility, and I genuinely believe that having been my own boss for many years, I would find it somewhat suffocating to go back into an office environment now where I don’t have the flexibility and sense of self-governance that I currently enjoy

SEPA Einführung um 6 Monate verlängert

SEPA Lastschriften erfordern erhöhte Vorsicht

Die SEPA-Umstellung bedeutet für die breite Wirtschaft eine große Herausforderung. Unternehmen sollten die Umstellung auf SEPA nicht auf die lange Bank schieben. Was jetzt zu tun ist.

Der Termin rückt näher: Ab 1. Februar 2014 wird der europaweite Zahlungsverkehrsraum Realität. Dann werden die nationalen Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften durch ein europaweit einheitliches SEPA-Verfahren abgelöst. Während der Wechsel für Verbraucher weitgehend unbemerkt verläuft, müssen Unternehmen einige technische und organisatorische Vorkehrungen treffen. Wer noch nicht begonnen hat, sollte sich zügig auf die SEPA-Umstellung vorbereiten, rät der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC). Andernfalls drohen hohe Mehrkosten und obendrein Liquiditätsengpässe.

„Unternehmen sollten den Umstellungsaufwand nicht unterschätzen“, warnt Angelika Hilgers, Mitglied des BVBC-Präsidiums. „SEPA ist von firmenübergreifender Bedeutung und betrifft alle Abteilungen, die Rechnungen verarbeiten, ausstellen oder empfangen.“ Dazu zählen beispielweise die Bereiche Buchhaltung, Einkauf, Vertrieb und Marketing, aber auch die Personal- und Rechtsabteilung. Unternehmen sollten mindestens drei Monate für die firmeninternen Anpassungen einplanen

An alle EMA's in Deutschland,

zum gegenseitigen Netzwerken und Austausch von Erfahrungen hinsichtlich der Akzeptanz der EMA-Zertifizierung lade ich zu einem EMA-Sommerfest am Freitag, 02.08.2013, ab 19 Uhr (Achtung! Das ist der neue Termin, nachdem der 26.07. wegen Krankheit ausfallen musste) abends ein.

Das Treffen findet bei mir im Garten in Korntal-Münchingen statt (ca.

10km außerhalb von Stuttgart), und ist als gemeinsamer Grill-Abend in

gemütlicher Runde gedacht.

Die EMAA übernimmt freundlicherweise die Kosten für das Catering.

Wer Zeit und Lust hat, bitte bis zum 19.07.2013 bei mir melden, damit

ich hinsichtlich der Einkäufe disponieren kann.

Ich würde mich über möglichst viel Resonanz freuen.

Schöne Grüße,

Eberhard Grötzner, EMA

Schönblickstr. 25

70825 Korntal-Münchingen

Tel. 07150-8640

 

Bad Soden 2013



ReWeCo 2013 – Treffpunkt für Finanzspezialisten

Bereits zum achten Mal fand unter der Regie des BVBC vom 23. – 24. Mai 2013 die Fachmesse für Rechnungswesen und Controlling statt. Messeort war in diesem Jahr das RAMADA-Hotel in Bad Soden am Taunus, nahe der Finanzmetropole Frankfurt. Auch in diesem Jahr umfasste die Liste der Aussteller Buch- und Fachzeitschriftenverlage, Weiterbildungsinstitute, Personaldienstleister, Softwareanbieter, Berufsverbände, Versicherungsberater, Lohnsteuerhilfevereine, die diversen Arbeitskreise des BVBC, sowie die verbandseigene BVBC-Stiftung. Finanzspezialisten aus Deutschland, Österreich sowie weiteren europäischen Nachbarländern nutzten die ReWeCo, um sich in Theorie und Praxis auf den neuesten Stand zu bringen und unter Gleichgesinnten auszutauschen. „Die ReWeCo bietet die ideale Plattform, um Wissenslücken zu schließen und Investitionsentscheidungen vorzubereiten“, so die Aussage der BVBC-Präsidentin Bärbel Ettig in ihrer Eröffnungsrede.

 

Selbstverständlich war auch die EMAA – European Management Accountants Association e. V. wieder mit einem eigenen Messestand vertreten. Das Messeteam bestand aus Uwe Jüttner - Präsident, Gerhard Peirhofer – Vizepräsident, Eberhard Grötzner, Mona Achilles-Leuchter und Siegfried Mark. Erneut wurde über den Verband als solches und über das europäische Berufsbild der Zukunft – EMA® – European Management Accountant informiert. „Das Interesse an unserer Zusatzqualifikation EMA war sehr groß“, so Jüttner. Vor allem informierten sich viele junge Studenten für diese Möglichkeit der internationalen Anerkennung ihrer beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse.

 

Sehr erfreulich entwickelt sich die Zusammenarbeit zwischen der DHBW – Dualen Hochschule Baden-Württemberg und dem BVBC, bzw. der EMAA. In diesem Jahr reisten am Donnerstag 33 Studentinnen und Studenten des Studiengangs Accounting & Controlling aus Mannheim und weitere 50 StudentInnen am Freitag aus Stuttgart zu einem Exkursionstag an. Sie wurden von Ihren Studiengangsleitern Prof. Walter Mayer (DHBW Mannheim), Prof. Dr. Klaus Hahn und Prof. Dr. Jan Breitweg (beide DHBW Stuttgart) begleitet. Die Begrüßung erfolgte durch die Verbandsvertreter Prof. Axel Uhrmacher – Vizepräsident des BVBC, Markus Kessel – Geschäftsführer des BVBC und Uwe Jüttner – EMAA-Präsident. Uhrmacher und Jüttner waren StudentInnen bereits persönlich bekannt, weil sie in deren Kursen unterrichten.

Die Messe ReWeCo 2013 in Bad Soden war wieder einmal gut gelungen und erfolgreich – eine Fortsetzung folgt in 2014 am gleichen Ort! Nach der Messe ist vor der Messe. Freuen wir uns heute schon auf ein Wiedersehen bei der ReWeCo 2014 vom 15. – 16. Mai im RAMADA-Hotel Bad Soden.

Uwe Jüttner

EMAA-Präsident

 

Im Bild 1: Begrüßung der StudentInnen der DHBW Stuttgart

Im Bild 2: Gerhard Peirhofer und Eberhard Grötzner am EMAA-Messestand

 

IASB pocht weiter auf mehr Transparenz

Zweiter Entwurf zur Leasingbilanzierung

Der IASB bleibt seiner Linie treu, dass die bilanziellen Verhältnisse beim Leasingnehmer bisher verschleiert werden und deshalb transparenter dargestellt werden müssen. Das zeichnet sich auch nach der Vorlage des zweiten und überarbeiteten Änderungsentwurfs zur Leasingbilanzierung ab.

Der IASB und der US-amerikanische Standardsetzer FASB haben am 16. Mai 2013 die überarbeiteten Regelungen zur künftigen Leasingbilanzierung ED/2013/6 veröffentlicht. In die Überarbeitung sind die bisherigen Rückmeldungen zum ersten Standardentwurf aus dem Jahr 2010 eingeflossen. Der neue Standard zur Leasingbilanzierung sieht folgende wichtige Änderungen vor:

Bilanzierung und Anwendung

Diskussion dürfte anhalten
Die Diskussionen zum Entwurf ED Leases und dem angekündigten Re-ED haben vorerst eine Ende gefunden und werden dennoch von neuem beginnen. Insbesondere das nun vorgesehene Model beim Leasingnehmer sorgt für „neue“ Verwirrung, da es - wie auch nach IAS 17 - ermessensbehaftete Entscheidungen mangels definierter Vorgaben voraussetzt. Die Einstufung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer kann von Vermögenswert zu Vermögenswert somit individuell verschieden sein.

Eine Sicherheit bleibt allerdings: Eine Abkehr vom gewollten Grundprinzip - Erfassung aller Leasingverhältnisse on balance - ist nicht mehr zu erwarten. Es bleibt, insbesondere beim Leasingnehmer (ausgenommen short-term leases) dabei, alle Leasing- und Mietverhältnisse in die Bilanz aufzunehmen. Unternehmen sollten sich angesichts der durchaus geringen Zeitspanne bis 2017 insbesondere mit der Evaluierung der bestehenden Vertragsverhältnisse (weltweit) auseinandersetzen.

Weitere Informationen: http://www.ifrs.org/Current-Projects/IASB-Projects/Leases/Exposure-Draft-May-2013/Pages/ED-and-comment-letters.aspx

Messebericht CeBIT 2013 – „Shareconomy“

„Shareconomy“

Das Leitthema der diesjährigen CeBIT lautete „Shareconomy“ – der Veranstalter sprach von einer gesellschaftlichen Entwicklung vom Haben und Teilen. Das Teilen von Gegenständen, Wissen und Erfahrungen ist etwa so alt wie die Menschheit selbst. Die Branche ist überzeugt davon, etwas ganz Neues zu erleben – die Anfänge eines grundlegenden Wandels. „Nutzen und teilen, statt besitzen“ heißt das Motto.

Shareconomy klingt zunächst so, als hätte man versehentlich zwei Worte zusammengesetzt, die rein gar nichts miteinander zu tun haben. To share, teilen und economy, die Ökonomie. Schließlich strebt die Wirtschaft nach Profit und Gewinn, das Konzept des Teilens scheint da nicht hineinzupassen. Denkt man aber mal darüber nach, dann fußt die Annahme, dass Unternehmen erfolgreicher sein können, wenn sie einen Teil ihrer Produktionsmittel, ihres Wissens und ihrer Dienstleistungen mit ihren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern teilen, auf eine ökonomische Strömung.

Mitarbeiter werden am Unternehmen beteiligt, Konzerne entwickeln gemeinsam an neuen Technologien und Genossenschaften nutzen einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb. Die Shareconomy steht also in einer langen Tradition gemeinschaftlicher Ökonomie – durch das Internet wird das Teilen nur noch einfacher gemacht. Google, Facebook oder Twitter bieten die Plattformen, um Informationen auszutauschen. Das Teilen geht aber über Likes, Postings und Tweets hinaus. Heute werde mit Hilfe des Internets Autos, Fahrräder, Filme, Musik und vielen mehr geteilt.

Schon jetzt werden neue Leihwagen einer großen Autovermietungsgesellschaft als Pilotprojekt mit einem Hot-Spot ausgestattet. Die Mieter melden sich nur noch einmal beim Provider an und sind mit ihrem Smartphone, Tablet-PC oder Notebook sofort mit einem sehr schnellen Internet verbunden.

Autos sind automatisch mit einem Mobiltelefon ausgestattet. Diese senden an andere Autos auf der gleichen Wegstrecke ständig Informationen und warnen so die Fahrer vor Unfällen, Glatteis oder Staus. Wundern Sie sich nicht, wenn demnächst ein Servicemitarbeiter Ihrer Autowerkstatt anruft und Ihnen mitteilt, dass sich Ihr Auto in der Werkstatt für die nächste Inspektion angemeldet hat und jetzt nur noch ein Termin vereinbart werden muss, wo der Fahrer mal für einen Tag auf sein Auto verzichten kann.

Aber auch in der heimischen Umgebung kann man zukünftig Technik und Kapazitäten teilen. Nicht jeder Internetnutzer muss einen eigenen Router kaufen, sondern kann sich ein Gerät mit Nachbarn teilen, ohne das die Datensicherheit darunter leidet. Die verschiedenen Router vernetzen sich untereinander und die Anwender haben fast überall Zugriff auf Ihre privaten Daten.

Auf der CeBIT wurden cloudbasierte Lösungen zum Tauschen, Archivieren und Verwalten von Dokumenten für jedermann präsentiert. So beispielsweise auch die intelligente Verarbeitung von Informationen in der digitalen Poststelle eines Unternehmens. Der Besucher fand auf der CeBIT alle wichtigen Trends der Branche  - von Mobile über Cloud Computing und Big Data bis zu Security. Das Internet wird uns zukünftig noch viel stärker begleiten, nicht nur in Smartphones und Tablets, sondern auch in vielen Alltagsgegenständen, wo wir es zunächst nicht vermuten und sehen, etwa im Fernseher, in der Waschmaschine oder im Auto.

Im Bild interessierte Messebesucher am Stand der Firma xax managing data & information GmbH, Fördermitglied des BVBC und der EMAA.

Rechnungslegungsvorschriften Schweiz

Rechnungslegungsvorschriften Schweiz
von  Dr. Stephan Glanz und Prof. Dr. Dieter Pfaff aus der NZZ vom 12.06.2012.

Was bringt das neue Rechnungslegungsrecht?
Der neu gefasste 32. Titel des OR wirft viele Fragen auf. Von Dieter Pfaff und Stephan Glanz

Das Parlament hat das veraltete Recht zur Rechnungslegung überarbeitet. Die Autoren begrüßen die Modernisierung, hadern aber mit der Regelung  von stillen Reserven und Konzernrechnung.
Die eidgenössischen Räte haben die  Rechnungslegungsvorschriften im Obligationenrecht (OR) am 23. Dezember 20 11 verabschiedet. Nicht unwahrscheinlich ist, dass der Bundesrat sie auf den 1. Januar 20 14 in Kraft setzen wird.
Laut den Übergangsbestimmungen sind sie erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die zwei Jahre – was die Konzernrechnung betrifft, sogar drei Jahre – danach beginnen. «Das veraltete Rechnungslegungsrecht wird umfassend revidiert», hieß es in der Botschaft von 20 07, und wirklich hat es seit Bestehen des OR noch keine solche Novelle ge- geben. Man erinnert sich: «Erhöhung der Transparenz» (Botschaft 1983) war ein Hauptziel der letzten Aktienrechtsrevision gewesen, die erst 1991 verabschiedet werden konnte. Mit Erfolg hatten Unternehmensvertreter darauf gedrängt, die stillen Willkür-Reserven unlimitiert beizubehalten und die damals neue Konzernrechnungspflicht zurückzustutzen – Geschichte wiederholt sich.

Nachdem die aktienrechtlichen Vorschriften hinter den EG-Richtlinien zu- rückgeblieben waren, hat eine Expertenkommission 1998 den Vorentwurf eines Rechnungslegungs- und Revisionsgesetzes erarbeitet. In der Vernehmlassung ist dieser wegen des Vorwurfs generell mangelnder Ausrichtung auf KMU aber «durchgefallen».
Dann haben Internationalisierung, Technikrevolution und (ausländische) Problemfälle eine erneute Modernisierung des materiellen Aktienrechts nahegelegt. Dabei ist das – heute längst revidierte – Revisionsrecht abgespalten worden. Vorentwurf und Begleitbericht  zum «Aktien- und Rechnungslegungs- recht im OR» erschienen dann 20 05. In der Vernehmlassung wurde – neben den bekannten Stichworten stille Reserven und Konzernrechnung – kritisiert, mehr Transparenz führe zu Widersprüchen, wenn zugleich Steuerneutralität angestrebt werde. Entwurf und Botschaft gingen 2007 ans Parlament, welches das materielle Aktienrecht abspaltete, das sich wegen der «Abzockerei»-Initiative unabsehbar zu verzögern drohte. Aber auch bei der Rechnungslegung geriet die Differenzbereinigung beider Räte zum Tauziehen.
Die Neuerungen, die nun resultieren, seien in groben Strichen umrissen. Die anwendbaren Vorschriften hängen nicht mehr von der Rechtsform ab, sondern von der wirtschaftlichen Bedeutung eines Unternehmens oder sonst einer juristischen Person. Der neu gefasste 32. Titel löst die bisherigen aktienrechtlichen Vorschriften ab.
Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit Umsatzerlös unter 500.000 Franken sowie bestimmte Vereine und Stiftungen müssen lediglich Einnahmen und Ausgaben sowie die Vermögenslage aufzeichnen («Milchbüchlein») – wobei sinngemäß auch für sie die Grundsätze ordnungs- mäßiger Buchführung gelten, die präzisiert wurden. Im Mittelpunkt des Ganzen steht die Jahresrechnung der KMU (einschließlich jener, die bisher nicht aufs Aktien- recht verwiesen waren). Hier gelten Mindestvorschriften, die nun viel systematischer und detaillierter sind als bisher: Legaldefinitionen regeln Bilanz, Erfolgsrechnung, deren jeweilige Elemente sowie den Anhang (Einzelunter- nehmen und Personengesellschaften müssen keinen Anhang erstellen). Es gibt eine Mindestgliederung mit verbindlicher Reihenfolge und Zuordnung, viele neue Separatausweise beziehungsweise Angaben im Anhang sowie Generalklauseln für zusätzliche Posten.
Alle Vermögenswerte und Verpflichtungen sind nun ausdrücklich in der Bilanz zu erfassen, falls bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Eingeführt wurde ein Wahlrecht zur Marktbewertung jeglicher Aktiven; im Übrigen gilt weiterhin das Niederstwertprinzip, das präzisiert wurde. Die Einzelbewertung ist mit Ausnahmen vorgesehen. Der Katalog der Grundsätze ordnungsmäßiger Rechnungslegung (GoR) wurde ergänzt. Bei alledem muss keine «fair presentation» vermittelt werden (Bild der tatsächlichen Verhältnisse) wie international üblich, denn diese gebietet im Zweifel Informationen, die über das ausdrücklich Verlangte hinausgehen, und ist an einen «anerkannten Standard» gekoppelt.
Unternehmen, die zur ordentlichen Revision verpflichtet sind (die entsprechenden Schwellenwerte wurden zugleich deutlich auf «20/40/250» erhöht), müssen zusätzlich eine Geldflussrechnung und einen strukturierten Lage- bericht erstellen (jeweils Legaldefinitionen) sowie im Anhang mehr Angaben machen. Der bisherige Jahresbericht, ein «toter Buchstabe», entfällt für die übrigen Rechtsträger. Eine kleine Gruppe von Rechtsträgern, nämlich Gesellschaften mit kotier- ten Beteiligungstiteln, Genossenschaften mit mindestens 2000 Genossenschaftern sowie zur ordentlichen Revision verpflichtete Stiftungen, muss einen zusätzlichen Einzelabschluss nach einem «anerkannten Standard» erstellen (duale Rechnungslegung). Wo eine Konzernrechnung obligatorisch ist, muss (nur) diese nach dem Standard erstellt werden. Die Kotierungsreglemente der SIX Swiss Exchange und der Berne Exchange sehen dies sowieso längst vor, wobei sie die Auswahl von Standards beschränken. Näheres wird nun eine bundesrätliche Verordnung regeln. Fraglich ist, inwieweit OR-Angabepflichten auch für den Abschluss nach Standard gelten.
Die Schwellenwerte für die obligatorische Konzernrechnung wurden so erhöht, dass sie gleich lauten wie für die ordentliche Revision. Die Pflicht gilt aber nur für juristische Personen und wenn eine der ausdrücklich genannten Rechtspositionen zur «Kontrolle» vorliegt.
Nicht-AG/-GmbH können ihre Pflicht in bestimmten Fällen auf ein «kontrolliertes» Unternehmen übertragen. Wie bisher fehlen leider Mindestvorschriften für die Konzernrechnung. Das Parlament gab der bisherigen Regellosigkeit den Vorzug gegenüber der generellen Befolgung eines «anerkannten Standards» (gemäß Vorlage). Ist kein solcher ver- langt, gelten nur die GoR. Das könnte mit befürchteten zusätzlichen Vermögenssteuern zusammenhängen. Für Gewinn- und Kapitalsteuern ist die Konzernrechnung irrelevant. Zur Selbstinformation ist sie nötig.
Überall kann eine qualifizierte Minderheit − die Voraussetzungen variieren − Geldflussrechnung, Lagebericht und Mehrangaben, den zusätzlichen Abschluss nach «anerkanntem Standard» oder die Konzernrechnung (auch nach «anerkanntem Standard») verlangen. Das ist unter Umständen ein wirkungsvoller Kompromiss.

Ein schweizerischer Wesenszug sind stille Reserven. Wenn es um «nackte Zahlen» geht, kommen sie unweigerlich ins Spiel. Was die Jahresrechnung betrifft, hielt es die Vorlage für angezeigt, entsprechende «escape clauses» nicht nur beizubehalten, sondern großzügiger zu formulieren als bisher. Die Ermächtigung zu Willkür-Reserven ist unvereinbar mit den erneuerten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften, den GoR und dem deklarierten Ziel der «zuverlässigen Beurteilung» (die Bewertung darf diese nicht verhindern, heißt es noch ausdrücklich). Man muss Peter Böckli zustimmen, der hier eine «Kapitulation vor den Befürwortern einer überbordenden Stille-Reserven- Praxis» (und die Glaubwürdigkeit des Schweizer Gesetzgebers gefährdet) sieht, aber auch vor den Straftatbeständen Urkundenfälschung – die Jahresrechnung ist nach steter Rechtsprechung eine Urkunde – und versuchter Steuerhinterziehung warnt. Will man die in der Botschaft zugesagte «Steuerneutralität» erreichen, zu- gleich aber den anspruchsvollen Definitionen von Aktiven beziehungsweise Verbindlichkeiten und den Bewertungsregeln genügen, ist man fast gezwungen, neue stille Reserven zu bilden (bei der
Marktbewertung lässt das Gesetz Schwankungsreserven zu).
Das Steuerrecht seinerseits kennt bewährte Regeln für Abschreibungen, Rückstellungen und anderen «geschäftsmäßig begründeten» Aufwand, die aufs neue OR nicht abgestimmt sind. Mit den bisherigen eher rudimentären Vorschriften waren sie verträglich. Damit stellen sich ungelöste Fragen zur «umgekehrten Maßgeblichkeit». Nachdem also Anreize zu Willkür-Reserven fortbestehen, aber Ausweise und Angaben relevanter und detaillierter werden, ist zu befürchten, dass der Fiskus reagieren wird. Besser hätte man das Maßgeblichkeitsprinzip auf den Prüfstand gestellt.
Ein weiteres Fragezeichen ist beim Verständnis der neuen Vorschriften zu setzen. Die Konzepte sind mit einer gewissen Folgerichtigkeit den IFRS entlehnt, bleiben aber mangels zugehöriger Konkretisierungen – trotz großer Tragweite – vielfach abstrakt. Mitunter ist auch der Wortlaut nicht schlüssig oder wird in der Botschaft widersprüchlich kommentiert.
Für KMU und ihre Treuhänder dürfte die Umsetzung oft eine Herausforderung bedeuten. Das erhöht die Risiken der Wirtschaftsprüfer. Im Rahmen der eingeschränkten Revisionen müssen sie ihre Detailprüfungen aus- dehnen – jedoch haben Gesellschaften mit bis zu zehn Vollzeitstellen unterdessen meist keine Revisionsstelle mehr. Vielleicht hätte man die Jahresrechnung im Einzelnen doch auf Verordnungs- stufe regeln sollen. Jedenfalls könnte es vermehrt zu Gerichtsfällen kommen. Zusammenfassend ist als positiv zu bewerten, dass die Praxis in der Schweiz – von den stillen Reserven und der Konzernrechnung abgesehen – einen Modernisierungsschub erfahren wird. Zu Schwierigkeiten wird führen, dass Entscheidungsrelevanz für Stakeholder und Maßgeblichkeit – Letztere übrigens auch für den Kapitalschutz – nicht im selben Atemzug erreichbar sind.

Das konsequente Minderheitsrecht auf höherwertige Information ist recht mutig, aber kein Ausweg.

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Prof. Dr. Dieter Pfaff ist Direktor des Instituts für Betriebswirtschaftslehre der Universität Zürich. Dr. Stephan Glanz, dipl. Wirtschaftsprüfer, ist Partner der Dr. Glanz & Partner GmbH.

Termine 2012

- 19./20.01.2012 Abstimmungsgespräch mit MKOE Ungarn in Budapest;
- 10./11.02.2012 Präsidiumssitzung in Linz
- 19./20.04.2012 ReWeCo in Würzburg mit EMAA-Stand
- 21.04.2012 Vortrag UJ auf Kongress, gesponsert durch EMAA
- 22.04.2012 nach Kongress am Sonntag in Würzburg
- 27./28.04.2012 Erfahrungsaustausch / Mitgliederversammlung des BÖB in Seefeld
- UmsatzsteuerGipfel vorr. in Dornbirn/Vorarlberg im Mai/Juni 2012
- 07. - 10.06.2012 Fachtagung eConference@emaa.hu / Mitgliederversammlung EMAA in Budapest
- 12./13.09.2012 3. Anlagenbuchhalter Tagung des BVBC / der EMAA / der Freudenberg IT in Weinheim mit kleinem Infostand zur EMA-Präsentation
- 14.09.2012 gepl. 1. Internationaler Bibu Tag der EMAA mit der IHK Rhein-Neckar und dem BVBC (LVBW)
- Umsatzsteuer Gipfel vorr. in Kärnten im Sept./Okt. 2012
- Oktober 2012 Präsidiumssitzung evtl. in Bonn
- IFRS-Kompakt oder IFRS-Update mit Prof. Dr. Hahn im Raum Wien oder Niederösterreich im Okt/Nov. 2012 zusammen mit BÖB / WibiCo / WiFi

Österreich: Nachruf auf Dietfried Dinhobel


Eine für uns alle traurige Nachricht: Der Wegbereiter des EMAA-Gedankens in Österreich, unser lieber Freund Dietfried Dinhobel, ist Ende Juli für immer von uns gegangen. „Didi“ wie er von allen liebe­voll genannt wurde, war als International Officer für Österreich in der EMAA tätig. Er konnte wichtige Erfolge erzielen (unter anderem verhandelte er ein Kooperationsabkommen mit den WIFI, der wichtigsten Weiterbildungsorganisation für Bilanzbuchhalter in Österreich).

Lange Jahre war er auch im Vorstand des Wiener Bilanzbuchhalter- und Controller­klubs (Wibico) tätig. Dort hat er seine Schaffenskraft weit über 20 Jahre ins Vereinsgeschehen eingebracht, als Schatzmeister, Chefredakteur der Vereinszeitschrift und als Organisator von Reisen für Mitglieder. Wichtig war ihm auch die internationale Vernetzung.

Wir danken Dietfried Dinhobel  für seinen unermüdlichen Einsatz für die EMAA und für den Wibico, wir werden ihn sehr vermissen.

 

Seminarangebot

Das Präsidium des europäischen Fachverbandes EMAA hat sich das Ziel gesetzt, Ihren und unseren Verband international bekannter zu machen. Dies erfolgt durch diverse Veröffentlichungen, Presseartikeln und jetzt auch neu, durch eigene Seminarangebote.
Dabei wollen wir nach Möglichkeit nicht in Konkurrenz zu den Seminaren der einzelnen Mitgliedsländer (BVBC, BÖB, SU) und Landesclubs tätig werden, sondern neue, vor allem internationale Themen anbieten.

Neu: Lehrgang „Internationale Rechnungslegung“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nutzen Sie unsere kostenlose Informationsveranstaltungen:

Anmeldung, antworten Sie direkt an bvbc.bayernt-online.de

Aktuelle Gerichtsurteile bestärken Bilanzbuchhalter

Zusammenarbeit mit Steuerberatern möglich – Jahreseinkommen  liegt derzeit bei 55.000 Euro

Noch stehen selbstständige Bilanzbuchhalter vielen berufsrechtlichen Schranken gegenüber. Aktuelle Gerichtsurteile bestärken jedoch den Berufsstand, seine berufsrechtlichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

Das Oberlandesgericht Celle (Az. StO 1/10) wie auch das Oberlandesgericht Nürnberg (Az. 3 U 178/09) räumen selbstständigen Bilanzbuchhaltern die Möglichkeit ein, im Markt freier zu agieren und innerhalb des berufsrechtlichen Rahmens auch mit Steuerberatern zusammenzuarbeiten. Dies ebnet den Weg für zusätzliche und bedarfsgerechte Dienstleistungen, vor allem im Interesse der mittelständischen Wirtschaft.

Die hohe Wertschätzung für geprüfte Bilanzbuchhalter spiegelt sich auch im Gehalt der Angestellten wider. Nach Erhebung des BVBC liegt das Jahreseinkommen für Vollzeitkräfte derzeit bei durchschnittlich 55.000 Euro, variiert aber je nach Wirtschaftsregion, Position und Berufserfahrung stark. Rund ein Viertel der Leitungspositionen im Finanz- und Rechnungswesen nehmen geprüfte Bilanzbuchhalter ein. Als Leiter Finanzen oder Chief Financial Officer sind sogar Jahreseinkommen über 120.000 Euro erzielbar.

Auch Controller verzeichnen einen spürbaren finanziellen Zuwachs. „Mehr als ein Drittel der befragten Kräfte hat in 2009 eine Gehaltserhöhung erhalten“, betont BVBC-Geschäftsführerin Birgit Hahn. „Dies belegt den wachsenden Stellenwert von Bilanzbuchhaltern und Controllern in der Wirtschaft.“

Mehr Kooperation von Bilanzbuchhaltern und Steuerberatern gewünscht

Aktuelle Rechtsprechung stärkt Position der selbstständigen Bilanzbuchhalter und erweitert Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Nichts ist beständiger als der Wandel im Finanz- und Rechnungswesen. Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen stehen vor wachsenden Herausforderungen, um gesetzliche Vorgaben rund um ELENA, BilMoG oder IFRS zu erfüllen. In vielen Fällen arbeiten Bilanzbuchhalter und Steuerberater eng zusammen, um Unternehmen bedarfsgerecht zu betreuen. Bilanzbuchhalter fungieren gerade im Mittelstand als Bindeglied: Sie koordinieren in den Firmen Belange des Rechnungswesens und wirken auf Seiten der Steuerkanzleien an der Erstellung wichtiger Unterlagen für eine korrekte Besteuerung mit.

In der Praxis erschweren berufsrechtliche Schranken die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen, bemängelt der BVBC. Regelmäßig kommt es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Häufiger Streitpunkt ist die Frage der freien Mitarbeit von selbstständigen Bilanzbuchhaltern bei Steuerberatern. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat in dieser Sache eine Klage der zuständigen Steuerberaterkammer abgewiesen. Nach Ansicht des OLG ist die bundesweite Suche einer Steuerberatungsgesellschaft nach Bilanzbuchhaltern entgegen der Auffassung der Steuerberaterkammer rechtmäßig. Das Gericht hält insbesondere den weisungsgebundenen Einsatz von freien Mitarbeitern unter der fachlichen Aufsicht und beruflichen Verantwortung des Steuerberaters ohne räumliche Einschrän-kungen für möglich. Gegen das OLG-Urteil (Az. 3 U 178/09) wurde Revision eingelegt, so dass jetzt ein BGH-Urteil endgültige Klarheit bringen soll (Az. I ZR 95/09). Auch das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bekräftigt in einem aktuellen Urteil (Az. 4 A 2698/04), dass eine freie Mitarbeit eines Bilanzbuchhalters bei einem Steuerberater grundsätzlich erlaubt ist.

Die aktuelle Rechtsprechung stärkt die Position der selbstständigen Bilanzbuchhalter und erweitert die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Steuerberatern. „Bestehen zwei separate Auftragsverhältnisse zu einem Mandanten, so ist die Zusammenarbeit grundsätzlich zulässig. Andere Arten der Zusammenarbeit und Kooperation werden von den Steuerberaterkammern nach wie vor bekämpft. Das Berufsrecht der Steuerberater wird insoweit aber zunehmend auch von Gerichten als verfassungswidrig kritisiert“, betont Rechtsanwalt Dr. K. Jan Schiffer, Bonn, Mitglied im Beirat des BVBC.

Gerade die enge Kooperation von Bilanzbuchhaltern und Steuerberatern eröffnet vielfältige Synergien. „Gemeinsam lassen sich die Prozesse noch flexibler und effizienter gestalten“, so BVBC-Präsidiumsmitglied Bärbel Ettig, selbstständige Bilanzbuchhalterin und Leiterin des BVBC-Arbeitskreises der Selbstständigen. „Angesichts steigender Anforderungen im Finanz- und Rechnungswesen hat daran vor allem die mittelständische Wirtschaft ein enormes Interesse.“ Der BVBC fordert vom Gesetzgeber schnell eine einheitliche und klare Rechtsgrundlage.

Die Bundessteuerberaterkammer signalisierte auf Anfrage des BVBC, die Berufsordnung der Steuerberater zu überarbeiten und die Vorschrift des § 52 BOStb zu streichen.

Treffen mit der Union of Accountant in Prag

Nach der Neuwahl des EMAA-Präsidiums im Sommer des letzten Jahres, trafen sich der Präsident Uwe Jüttner und die Vizepräsidenten Neubauer, Peirhofer und Mark zweimal zu dreitägigen Arbeitssitzungen um wichtige Themen gemäß der neuen Zielsetzung in der Verbandsarbeit umzusetzen. Schwerpunkte waren

      die Bewältigung der zahlreichen Anfragen zu berufständischen Themen;

      die Ernennung von Beiratsmitgliedern und Ehrenfördermitgliedern und

      die Vermarktung der Wort-Bild-Marke EMA®.


Zu dem dritten Punkt konnte in mehreren Gesprächen zweifelsohne der dringende Bedarf für den deutschen Markt erkannt werden. Das Interesse und die Notwendigkeit für den European Management Accountant in Österreich, wird beispielsweise durch knapp 50 Einträgen innerhalb von zwei Monaten im Netzwerkportal „Xing“ in der Interessenten-gruppe „Freunde der EMAA  “ dokumentiert.

Diese Nachfrage war auch Anlass, den EMA® in der Tschechischen Republik bei unserem Mitgliedsverband The Union of Accountant zu präsentieren. http://www.svaz-ucetnich.eu/index_de.php. Denn das neugewählte Präsidium der Svaz Úcetních, Prag, hatten Uwe Jüttner und Ulrich Neubauer nach Prag eingeladen, um diesen wichtigen Punkte neben weiteren zu behandeln.

Im Anschluss an die gegenseitige Vorstellung der neu gewählten Personen erfolgte die Präsentation der EMA®-Wort-Bild-Marke in allen Details. Die SU-Vizepräsidentin Lilia Dvoráková unterstrich wie wichtig die Mitgliedschaft und Zusammenarbeit in/mit der EMAA und ihren Mitgliedsverbänden in Deutschland und Österreich sei und  hob ebenso die Bedeutung des EMA hervor. Eine Umsetzung müsse nun rasch erfolgen.
In zahlreichen Beispielen wurden weitere Vorschläge zur zukünftigen Zusammenarbeit durch das SU-Präsidium unterbreitet, die demnächst abgearbeitet werden.

Job offer - Seminare

Job offer

(June 2010)

I am searching for the SSC of an int. customer located in Schaffhausen a 
GL Accounting Specialist (m/f)

Tasks:
- In a team perform accounting of international Principal entity (SAP GL super user)
- Preparation and analysis of the balance sheets, income statements and cash flow
- Support Statutory Annual Report
- Consolidated monthly financial and management reporting and ad-hoc reporting as requested (both SAP and Hyperion HFM)
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Profile :

- Strong GL accounting skills and proven financial reporting background required
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- minimum 3 to 5 years working experience within an Accounting firm and in addition approx 5 years working experience in a similar international Principal Company
- Excellent command of the English language is essential. Good command of German language is very welcome.
 
Please send your application by E-Mail to Beatrix.Kollmann@wihelm.ch

Seminarangebot

Das Präsidium des europäischen Fachverbandes EMAA hat sich das Ziel gesetzt, Ihren und unseren Verband international bekannter zu machen. Dies erfolgt durch diverse Veröffentlichungen, Presseartikeln und jetzt auch neu, durch eigene Seminarangebote.
Dabei wollen wir nach Möglichkeit nicht in Konkurrenz zu den Seminaren der einzelnen Mitgliedsländer (BVBC, BÖB, SU) und Landesclubs tätig werden, sondern neue, vor allem internationale Themen anbieten.

Die ersten Seminare werden wir mit Fachreferenten aus den eigenen Reihen besetzen. Wenn wir dann "Fuß gefasst haben", sollen auch international renommierte Fachkräfte eingebunden werden. Unsere guten Kontakte zu diversen Universitäten und Hochschulen in allen Mitgliedsländern werden uns dabei sicherlich helfen.
Die Seminarthemen werden aus dem Umfeld der internationalen Rechnungslegung, internationales Steuerrecht, Bilanzierung in anderen europäischen Ländern, Leasing, Management-Systeme und Persönlichkeitsentwicklung kommen.
Den Anfang macht die Umsatzsteuer innerhalb der EU, gefolgt von Fragen der Bilanzierung des Anlagevermögens in Österreich und Deutschland sowie einer Veranstaltung zur Business Knigge.

Unterstützen Sie uns durch Ihre Teilnahme, aber auch durch die Weiterempfehlung der Seminare. Wir freuen uns auf jeden Fall über Ihren Besuch.

Zum Auftakt beginnen wir aus aktuellem Anlass mit:

Die Umsatzsteuer innerhalb der EU

EA002 – Die Umsatzsteuer innerhalb der Europäischen Union

Datum/Ort: Freitag, 30. April 2010, Dornbirn (Vorarlberg)

Referent:: Diplom-Finanzwirt Hans-Jürgen Bathe

mehr: http://emaa.de/229.0.html

 

Gründungsmitglied des Verbandes und eine gefragte Persönlichkeit
Nachruf:
Die EMAA trauert um Siegfried Pohlisch – Er wurde wegen seiner  besonnenen und beständigen Art von allen sehr geschätzt

Am 16. Januar 2010 verstarb unser Gründungsmitglied Siegfried Pohlisch (geb. am 2. April 1924) im Alter von 85 Jahren. Die Nachricht von seinem Tod hat uns alle zutiefst berührt.

Der Verstorbene ist dem Bundesverband der Bilanzbuchhalter, BVBB, im Januar 1981 beigetreten. Mit seinem Wissen als geprüfter Bilanzbuchhalter, Betriebswirt (VWA) und Rechtsbeistand war er im BVBB schon bald eine gefragte Persönlichkeit auf regionaler Ebene und ebenso auf Bundesebene.

1984 übernahm er im Vorstand des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter den Aufbau des Ressorts „Ausland“, ein erster Meilenstein zur Gründung der EMAA. Seine Qualifikation, seine Ausdauer und Beharrlichkeit überzeugte die Mitglieder und so wurde er 1987 in seinem Amt bestätigt. 1990 wurde S. Pohlisch zusätzlich zum Generalsekretär in das BVBB-Präsidium gewählt. Mit Unterstützung des damaligen BVBB-Präsidenten Udo Binias wurde das Ressort Ausland weiter ausgebaut und Kontakte zu den Nachbarländern aufgenommen.

So war S. Pohlisch Mitbegründer und Vorstandsmitglied der European Management Accountants Association, EMAA, und hat für uns in vielen Versammlungen in Österreich, der Schweiz und Tschechien sein Wissen und seine Sprachkenntnisse zum Wohle des europäischen Gedankens eingebracht. Auch Übersetzungen konnte er präzise anfertigen. Viele Kontakte wurden durch ihn geknüpft, die heute noch intensiv gepflegt und gelebt werden.

1994 wechselte er vom BVBB-Präsidium in den BVBB-Beirat, um dort mit vielen Ratschlägen aus seinem enormen Wissen zu beraten. Gleichzeitig ernannte ihn das Präsidium aufgrund seiner ausgezeichneten Arbeit und Verdienste zum 1. Ehrenmitglied des BVBB. In seiner Beiratszeit, die bis 2004 andauerte, wurde auch die Aufnahme der Controller in den Verband beschlossen. So wurde aus dem BVBB der BVBC. Siegfried Pohlisch wurde wegen seiner hilfsbereiten, besonnenen und beständigen Art von allen sehr geschätzt.

Wir danken dem Verstorbenen für die langjährige Treue und Verbundenheit zu unserem Verband und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Im Namen des gesamten EMAA-Präsidiums mit allen Mitgliedsverbänden und Mitgliedern verabschieden wir uns von Siegfried Pohlisch.

Uwe Jüttner, EMAA Präsident

Udo Binias,   Beiratsmitglied 

BÖB:

www.boeb.at

http://www.böb.at/

 

Bilanzbuchhaltergesetz in Österreich

In das Bilanzbuchhaltergesetz (BibuG Novelle vom 15. Dezember 2007) wurde die gesetzliche Verpflichtung zur Fortbildung aufgenommen. Gemäß (§ 68(3)) sind  30 Lehreinheiten pro Jahr nach zu weisen!

Zusammen mit der Berufsausübungsrichtlinie wird auch die Möglichkeit geschaffen, bestätigte fachliche Fortbildung gegenüber den Kunden auszuweisen und als Qualitätsbeweis zu verwenden
mehr http://www.emaa.de/index.php?id=132 .

VEB:

Experte Swiss GAAP FER - Zertifikatslehrgang - Zielpublikum: Praktiker und Verantwortungsträger, die mit Swiss GAAP FER und Rechnungslegung beschäftigt sind. Inhalt: Der Lehrgang vermittelt einen vertieften Einblick in Swiss GAAP FER und macht die Teilnehmenden mit den Praxisanwendungen vertraut.

http://www.veb.ch/html/veranstaltungen.html